Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe NRW e.V.

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 Kategorien : Strahlentherapie extern

 

 

Während die Protonentherapie hohe Aufmerksamkeitswerte erzielt-zunehmend auch bei der Prostatakrebs-Behandlung- darf nicht verkannt werden, daß die in Deutschland installierten Linearbeschleuniger unter erheblichem Kostendruck stehen um die enormen Investitions- und Wartungskosten abdecken zu können (etwa 4000 Patienten p.a. sind notwendig, werden aber in der Praxis wohl niemals erreicht). Cyberknife-Behandlungen hingegen sind wesentlich kostengünstiger durchzuführen, was durchaus Kostenvergleiche nahelegt, nicht zuletzt in manchen Fällen auch im Vergleich zur Behandlung mit modernen systemischen Therapien, die p.a. Kosten im Bereich von mind. 50.000 € p.a. und mehr verusachen
Zur Cyberknife-Behandlung für läuft seit Januar 2016 in Deutschland die “Hypostat”-Studie, die den Einsatz des Cyberknifes für den lokal begrenzte Prostatakrebs untersucht. Studienergebenisse werden Ende 2018 erwartet. Ziel dieser Studie ist die Behandlungsdauer von 8 auf 1 1/2 Wochen zu reduzieren und dies bei gleicher Effektivität und einem erhofften günstigeren Nebenwirkungsprofil. Das Cyberknife kann in 2 Situationen eingesetzt werden:
1 .als mögliche Alternative zur Prostatektomie (s. Hypostat-Studie, oben) Beteiligt sind die Universitätskliniken in Rostock und Frankfurt am Main sowie die Saphir-Radiochirurgie-Zentren in Güstrow und Frankfurt. Leitung: Klinik für Strahlentherapie und dem Prostatakarzinom-Zentrum am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Kiel und Lübeck) geleitet. Das bedeutet höhere Strahlendosis in weniger Behandlungsschritten Die Vorteile für die Patienten liegen in einer insgesamt geringeren Strahlendosis und bei erheblich reduziertem Zeitaufwand. Es werden Goldmarker eingesetzt, die eine extrem genaue Bestrahlung mit einem Sicherheitsabstand von nur 4mm (und damit weniger Strahlen) erlauben. Durch die bei der Cyberknife-Behandlung verwandte Methode der Hypofraktionierung kann die 7 wöchige Bestrahlung mit den konventionellen strahlentherapeutischen Methoden auf eine Woche reduziert werden (5 x 7.5 Gray). Low Risk und Intermediate Risk-Patienten kommen für diese Form der Bestrahlung infrage kommen . Zwar sind die Nachbeobachtungszeiten noch nicht sehr lange, aber amerikanische Daten an 1500 Patienten lassen vermuten, daß die Akuttoxizität, chemische Rezidivfreiheit und die Verträglichkeit nicht schlechter sind als bei konventionellen Methoden. Einschlusskriterien: -lokal begrenzts histologisch gesichertes PCA cT1-3 N0M0 -Gleason ≤7 -PSA <15 ng/ml -Prostatavolumen <80 cm3 -IPSS ≤12 -Alter <75 Jahre Kontraindiziert sind vorausgegangene Strahlentherapie, Allergie gegen Goldmarker, Immunsuppressive Therapie,relevante Komorbidität
2. Rezidivsituation nach PSMA-Abklärung Dies betrifft diejeinigen Betroffenen, die bisher Kandidaten für die Salvage-Therapie mit ca 70 Gray waren, obwohl die Prostataloge eigentlich gar nicht das Problem war. Mit dem Cyberknife können jetzt die punktförmig strahlenden Zielvolumina selektiv bestrahlt werden. Damit kann u.U. in vielen Fällen zunächst einmal auf die Hormonentzugstherapie verzichtet werden.

Die Strahlentherapie des Universitätsklinikum Köln (Leitung Prof. Simone Marnitz-Schulze) hat u.a. 2 Linearbeschleuniger für die konventionelle Bestrahlung wie zB Rapid Arc, IGRT/IMRT auf höchstem Niveau. Sie ist eine von 2 Zentren in NRW, die Cyberknife-Behandlungen anbieten, zudem bietet sie den Vorteil, dass sie direkt an eine Universitätsklinik angebunden ist, nämlich an die Universitätsklinik Köln, so daß die medizinischen Indikationen und Bedingungen für eine derartige Bestrahlung abgesichert werden können und der Cyberknife-Einsatz interdisziplinär (Tumorboard etc) diskutiert werden kann.

Kontakt:
Universitätsklinikum Köln, Kerpener Str. 62, 50937 Köln
Telefon +49 221 478-05495   https://strahlentherapie.uk-koeln.de/

 

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