Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe NRW e.V.

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 Kategorien : Medikamente

 

Die Daten, die aufgrund der STAMPEDE-Studie und der LATITUDE-Studie auf der ASCO Tagung berichtet wurden, betrafen Männer, die neu mit Hochrisiko- und / oder metastatischen Formen von Prostatakrebs diagnostiziert wurden, aber …

diese Daten  werfen auch eine interessante neue Frage auf, die bisher nicht diskutiert wurde:

Wenn ein Prostatakrebs-Patient bereits auf einer Standardform der Androgen-Deprivationstherapie (ADT) für entweder Hochrisiko-Prostatakrebs, TxN0M0, aber potenziell Mikrometastasen-gefährdet, für Lymphknotenpositivem Prostatakrebs oder für metastatischen Prostatakrebs ist, sollte er seinen Arzt bitten seine ADT um Abirateronacetat sofort zu ergänzen oder sollte er  warten, bis eine Kastarationsresistenz eingetreten ist?

Diese Frage ist nicht so einfach zu beantworten, den

  • Wir haben nur die Daten von Mäünnern in den Kontrollarmen der LATITUDE und der STAMPEDE-Studie, die von ADT allein auf ADT + Abirateronacetat umgestellt wurde und die diese Entscheidung zu treffen hatten
  • Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis Daten von diesen Patienten zur Verfügung stehen.
  • Falls bestätigt wird, dass diese Patienten tatsächlich möglichst früh Abiraterone zur Standard-ADT hinzufügen sollten werden die Kosten enorm sein (zumindest bis Abirateron als Generikum zur Verfügung steht, was relativ bald der Fall sein könnte) .
  • Wir können die Risiken einer langfristigen Gabe von Abirateronacetat nicht schlüssig beurteilen, aber sie beinhalten sicherlich
    • Die potenziellen Probleme der Langzeittherapie mit Prednison (auch bei nur 5 mg / Tag) für 6 oder mehr Jahre
    • Das potenzielle Risiko einer frühen Induktion von neuroendokrinen Formen von Prostatakrebs bei einigen Männern mit fortgeschrittener Erkrankung (ein Risiko, das zumindest derzeit nicht in identifizierbar ist)

Während die Vorteile der frühen Verwendung von Abiraterone zusammen mit ADT scheinbar klar ist für Betroffene, die neu mit fortgeschrittenen Formen von Prostatakrebs diagnostiziert werden, können die Risiken noch nicht abgeschätzt werden.

Die Verwendung von Abirateronacetat in diesem Szenario ist noch nicht von der US-amerikanischen Food and Drug Administration genehmigt worden, und so werden die Krankenversicherer weder gesetzlich oder anderweitig “gezwungen”, um die mit einer solchen Behandlung verbundenen Kosten zu decken – auch wenn es nach Datenlage sicherlich angemessen wäre

Die aufgeworfene Frage muß daher von allen Beteiligten in nächster Zeit oder so angesprochen und beantwortet werden.

Die Latitude-Studie

Die Stampede-Studie

 

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