Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe NRW e.V.

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 Kategorien : Diagnose Strahlentherapie extern Strahlentherapie intern

 

Am 29.9.2014  15:30 Uhr  fand in der Akademie am Steeler Berg, Hellweg 94-100, 45276 Essen ein Seminar der SHG Essen mit ca 100 Teilnehmern zu den  hoch aktuellen Themen aus Radiologie und Strahlentherapie statt:

  • PET-MRT
  • Protonentherapie
  • Primäre und adjuvante äußere Strahlentherapie und Brachytherapie 

Das PET-MRT kombiniert zwei verschiedene diagnostische Methoden in einem Gerät und verbindet damit die Fähigkeiten eines hochauflösenden PET-Systems (Positronen-Emissions-Tomographie) mit denen eines leistungsstarken Magnetresonanztomographen (MRT). Die Stärke dieses Systems, das nur in wenigen Kliniken zur Verfügung steht (u.a. Essen)   liegt in seinen Möglichkeiten zur frühzeitigen Erkennung von Krebserkrankungen. Dadurch können die richtigen Therapien gezielter und früher als bisher vorgenommen werden. Gleichzeitig fördert dieses Hybridsystem die interdisziplinarische Zusammenarbeit zwischen Radiologen und Nuklearmedizinern. Vom Patientennutzen ist dieses System ähnlich hoch anzusetzen wie das multiparametrische MRT und gehört damit zu den modernsten Fusionsbildgebungsverfahren. Es wird vorgestellt von Professor Andreas Bockisch, der  2013 für seine besonderen Verdienste ist  mit der höchsten wissenschaftlichen Auszeichnung der Deutschen Gesellschaft für Nuklearmedizin ausgezeichnet worden, der Georg-von-Hevesy-Medaille.

Ein zweites uns bewegendes Thema war die Protonentherapie, deren Einsatz bei der Bestrahlung des Prostatakrebses intensiv diskutiert wird. Die auf 60% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigten Protonen erlauben Dosen, die -im Gegensatz zur Röntgenbestrahlung- vor dem Tumor niedriger und nach dem Tumor nicht mehr existent sind. Das dieser Bestrahlungstechnik zugrunde liegende physikalische Phänomen führt zu einer “Energieexplosion”  dreidimensional  und millimetergenau ausschließlich im Tumor. Das Westdeutsche Protonenzentrum (WPE) an der Uniklinik Essen verfügt auch über eine solch hochmoderne Anlage, die vor kurzer Zeit in Betrieb genommen wurden.

Direkt aus  der Arbeitsgruppe um Professor Beate Timmermann erläuterte Frau Dr. med. Barbara Winckler-Saleske, was mit Protonen jetzt schon möglich ist und was wir zukünftig – auch im Hinblick auf therapeutische Anwendungen – zu erwarten haben. Durch die Ausstattung mit allen möglichen technischen Anwendungsformen der Protonentherapie und modernster Bildführung besitzt das WPE ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland. Das WPE wurde nach einer umfangreichen Begutachtung durch ein internationales Expertenteam durch die Deutsche Krebshilfe als Onkologisches Spitzenzentrum ausgezeichnet.

Professor Stephan Roth  von der Universitätsklinik für Strahlentherapie, Düsseldorf zeigte die heutigen Möglichkeiten der konventionellen primären und adjuvanten Strahlentherapie auf, wie zB IMRT und Brachytherapie gegenüber stellen. Professor Stephan Roth wurde vor kurzem für seine Verdienste das Bundesverdienstkreuz verliehen.

Prostatakrebs-Seminar-Pressedownload:

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 Beitrag vom : 22. September 2014
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