Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe NRW e.V.

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Einer der aufregendsten Ansätze der Krebsimmuntherapie besteht darin, die natürlichen Bremsen, die das Immunsystem in Schach halten, zu lösen. Dieser Ansatz, Checkpoint-Inhibition genannt, macht sich die Tatsache zunutze, dass das Immunsystem bereits weiß, wie es Krebs bekämpfen kann.
Es braucht nur ein wenig Hilfe. Die wichtigsten Krebsbekämpfer des Immunsystems werden T-Zellen genannt. T-Zellen haben auf ihrer Oberfläche Rezeptoren, die verschiedene Dinge tun. Einige wirken wie ein Gaspedal an einem Auto, das der T-Zelle sagt, sie solle losfahren.
Andere wirken wie eine Bremse, indem sie der Zelle sagen, sie solle Medikamente stoppen -die so genannten “Checkpoint-Inhibitoren”- die die Bremsen lösen und es dem Immunsystem ermöglichen, Gas zu geben und den Krebs zu bekämpfen. Viele Krebsarten haben gelernt, sich dieser Immunbremsen zu bemächtigen um einer Vernichtung zu entgehen.
Sie stellen ein Molekül her, das an den Bremsen -den Kontrollpunkten- angreift. Inhibitoren blockieren diese Interaktion und berauben den Krebs einer wichtigen Abwehrfunktion. Mehrere Checkpoint-Inhibitoren sind derzeit von der FDA für die Behandlung von Melanom- und Lungenkrebs zugelassen.
Das Medikament Yervoy (Ipilimumab ) blockiert einen Kontrollpunkt namens CTLA4. Zwei weitere Medikamente, Opdivo (Nivolumab) und Keytruda (Pembrolizumab), blockieren einen Kontrollpunkt namens PD-1. Viele Krebsarten sprechen auf Checkpoint-Inhibitoren an, und die Zukunft sieht für diese wichtige Klasse von Immuntherapien vieversprechend aus, auch u.U. für den Prostatakrebs

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 Beitrag vom : 21/08/2020
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