Landesverband Prostatakrebs Selbsthilfe NRW e.V.

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 Kategorien : Medikamente Präzisionstherapie Studien

 

Soeben wurde der PARP-Hemmer Olaparib (Lynparza®) für die Behandlung des Prostatakrebses bei Vorliegen einer BRCA1- oder BRCA2-Mutation in der EU zugelassen. Olaparib war bisher für die Behandlung des Brustkrebses zugelassen.

In der zulassungsrelevanten PROFOUND -Studie wurden Mutationsanalyse sowohl an archiviertem als auch frischem Gewebe (Primärtumor bzw Metastasen) durchgeführt.
20 bis 30 Prozent der Männer mit einem metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom haben eine ererbte (Keimbahnmutation) und/oder erworbene (somatische) Mutation in den BRCA-Genen.

Das  Medikament als orale Monotherapie bei Männern mit metastasiertem kastrationsresistenten Prostatakarzinom einsetzen. Die Erkrankung muss fortschreiten und Betroffene müssen zuvor eine der neuen Antihormontherapien Abirateron oder Enzalutamid erhalten haben. Der Einsatz des Medikament sollte z.B. durch ein spezielles molekulares Tumorboard einer Klinik vorbereitet bzw angeordnet worden sein, was sicherlich noch nicht in allen Kliniken möglich ist.

Mit deer Zulassung dies PARP-Inhibitors beginnt die indiviualisierte Prostatakrebstherapie. Neben dem  Hormonentzug und der Androgenrezeptortherapie als systemische Therapien steht jetzt eine weitere Behandlungslinie zur Verfügung. Sie sollte bald in der Leitlinie gebührende Berücksichtigung finden.

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